Wie die Digitalisierung von Prozessen Leben rettet
05.03.2018
Modernste Technologien können Einsatz- und Führungskräfte im MANV erheblich unterstützen – Livepräsentationen am RescueWave-Stand

Elektronische Sichtungsgeräte statt Patientenanhängekarten, eine genau auf den Anwendungsfall abgestimmte Software statt Kladden: RescueWave® entlastet Führungs- und Einsatzkräfte bei Großschadenslagen, beschleunigt Sichtungsprozesse, Patientenversorgung und Transport und hilft, Ordnung ins Chaos zu bringen.

Zugunglücke, Massenkarambolagen, Terroranschläge, Massenpaniken auf Veranstaltungen stellen Rettungskräfte unter immensen Druck:  Es gilt, innerhalb von Minuten zu entscheiden, welche der zahlreichen Verletzten am dringendsten Hilfe benötigen, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und wie das Chaos am effizientesten zu organisieren ist. Mit den üblichen Hilfsmitteln wie Patientenanhängetaschen, Handnotizen von Führungskräften, BOS-Funk und Lagekarten dauern Sichtung, Patientenversorgung und Transportorganisation oft zu lange. Führungskräfte stoßen in solch komplexen Schadenslagen daher schnell an ihre Grenzen.

 

Ziel des neuen elektronischen Systems RescueWave® ist es daher, unübersichtliche Lagen vom ersten Moment an beherrschbar zu machen und den Sichtungsprozess zu beschleunigen. Einsatzkräfte sollen sofort die Patientenzahl sowie die Schwere der Verletzungen sehen und den Transport weitaus effizienter organisieren können. Führungskräfte sollen zu jeder Zeit und an jedem Ort die Lage genau überblicken können. Menschen sollen also viel schneller und weitaus effektiver behandelt werden können.

 

Digitale Prozessunterstützung für MANV-Lagen in Echtzeit

RescueWave® ist so konzipiert, dass es sowohl den ersteintreffenden Einsatzkräften als auch der Einsatzleitung von Beginn an als zentrales Instrument im MANV dient – unabhängig von existierenden Netzen oder BOS-Anwendungen. So werden die bisher üblichen Patientenanhängekarten aus Papier durch elektronische Sichtungsgeräte ersetzt, auf denen mittels Drehung eines Schalters die Sichtungskategorie eingestellt wird. Das Sichtungsergebnis jedes einzelnen Geräts wird per Funk sofort und automatisch an die Einsatzleitsoftware übertragen. Somit sind die Verletzten zum einen sofort automatisch registriert. Zum anderen können Einsatzleitung, Abschnittsleitungen und Führungskräfte mittels Echtzeit-Statistiken auf Einsatzrechnern und Tablets sehen, wie viele Verletzte es gibt, wer priorisiert behandelt werden muss und wo sich die betroffenen Menschen genau befinden.

 

Auf PC-Bildschirmen, Laptops oder mobilen Geräten – und das plattformunabhängig – können die Einsatzkräfte Statistiken und Übersichten abrufen, die ständig automatisch aktualisiert werden. Auch unterstützt die Software gezielt bei der Zuteilung von Betroffenen auf Rettungsmittel und Kliniken. Zudem können medizinische Erstmaßnahmen dokumentiert sowie Transport- und Suchdienstinformationen aufgenommen werden. Bei größeren Lagen vernetzen und synchronisieren sich beliebig viele RescueWave®-Systeme automatisch – auch über Organisationsgrenzen hinweg. Gleichzeitig werden die Daten automatisch protokolliert, als belastbare Grundlage für die Einsatzdokumentation und zur Qualitätssteigerung des Rettungsdienstes.

 

Dadurch hilft RescueWave® einerseits bei der Digitalisierung der Gefahrenabwehr. Es erhöht vor allem die Überlebenschancen der Betroffenen eines MANV und hilft den Führungskräften, die Großschadenslage zu beherrschen und den Angehörigen schnell Gewissheit in ungewissen Momenten zu erlangen.

 

Die antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB unterstützte mit ihrer umfangreichen Expertise  die Produktkonzeption und die Anwendererprobungen.

 

Interessiert, wie RescueWave® funktioniert? Gerne präsentieren wir Ihnen das System live auf der RETTmobil 2018 – Kommen Sie an unseren Messestand D 1012!