„Da musste ich noch erklären, wie eine Maus funktioniert“
25.06.2019
Drei Fragen an: Martina Arnold-Menn, Schulungsleitung bei VOMATEC

In Zeiten von Röhren-Monitor und Disketten gab sie schon lange Softwareschulungen: Martina Arnold-Menn trainiert und unterstützt unsere Anwender seit 18 Jahren. Als VOMATEC noch eine Handvoll Mitarbeiter beschäftigte, wurde sie wegen ihrer Erfahrungen mit an Bord geholt – kurz darauf begann die Firma zu wachsen.

 

Ist es wirklich notwendig, dass sich jeder schulen lässt, der regelmäßig mit ARIGON PLUS arbeitet?

Schulungen erhalten prinzipiell alle ARIGON PLUS-Anwender, zumindest sollten sie sich die eigenen Anwendungsgebiete genau erklären lassen. Das System bietet inzwischen so viele Funktionen – und in den Schulungen erfahren die Teilnehmer, wie sie diese optimal nutzen und einsetzen können. Wir vermitteln nicht nur Grundlegendes, sondern erzeugen auch eine Menge „Aha“-Effekte, wenn klar wird, was alles möglich ist und welche Arbeitserleichterungen und Sicherheiten das System bringt. Die Schulungen sind so konzipiert, dass jeder in seinem Bereich anschließend gut mit der Software zurechtkommt und viele Tricks und Kniffe kennt.    

 

Schulungen nach Maß – das war nicht immer so: In den VOMATEC-Anfangszeiten war die Software anders aufgebaut.

Als ich 2001 bei der VOMATEC anfing, stiegen gerade die Anforderungen der Kunden an ein umfassendes System, das viele Bereiche abdeckt. Die Bediener waren bis dahin oft gleichzeitig Administratoren, das ist heute meist getrennt. Thematisch standen zu Beginn das Berichtswesen und der Katastrophenschutz im Mittelpunkt. Die Schulungen hießen „Kompaktkurs Einsatz“ oder „Alarmierung mit ARIGON“. Das Produkt und der Kundenstamm entwickelten sich schnell weiter, VOMATEC brauchte also dringend Verstärkung. Ich war damals Schulungsleiterin in einer anderen Softwarefirma und kannte mich mit Qualitätsmanagement aus. Bevor ich in die Firma kam, hatte die Chefin selbst die Kunden geschult.  

 

Haben sich die Kundenfragen seitdem geändert?

Oh, ja! Ganz am Anfang musste ich oft Grundlegendes PC-Wissen vermitteln: Wo sich die Backspace-Taste befindet, was ein Betriebssystem ist oder wie eine Maus richtig bedient wird. Auch die Voraussetzungen waren andere: Es gab kaum Laptops, da die sehr teuer waren. Ich habe also an festen Rechnern und Röhrenbildschirmen geschult – bei den Schulungen bei den Kunden vor Ort war das logistisch gar nicht so einfach.

Bald schon kamen mehr und mehr Berufs- und Werkfeuerwehren und erste Leitstellen dazu, das Portfolio wurde erweitert. Die Schulungsteilnehmer änderten sich. Es gab mehr Anbindungen, die vorher technisch nicht möglich waren. Inzwischen haben vor allem Industriebetriebe und größere Feuerwehren Key User und Spezialisten für die einzelnen Bereiche. Heute schulen wir vor allem Gerätewarte, Berichtsschreiber, FEZ- Personal, Bediener und Einrichter von Sicherheitszentralen, Sachbearbeiter und Mitarbeiter in der Verwaltung. Um Details noch genauer zu vermitteln, haben wir vor einigen Jahren die Online-Seminare mit ins Programm aufgenommen. Hier geht es darum, in kurzer Zeit Wissen zu vermitteln, fokussiert auf einen Themenbereich und ohne irgendwohin reisen zu müssen.